Unser Weg zur
Reduktion von Emissionen

 
 

Estyria Umweltpolitik

 

Häufige Fragen / FAQ

Was tut Estyria, um klimaneutrale Produkte herstellen zu können?

Uns ist es wichtig, die Entstehung von Treibhausgasen schon vorbeugend zu verhindern und wo dies nicht möglich ist, den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten. Jene Menge an CO2, die wir auch dadurch nicht ganz vermeiden können, kompensieren wir bewusst und freiwillig durch die Finanzierung von zertifizierten Klimaschutzprojekten.

Wie wurde die Menge der anfallenden CO2 -Emissionen der Estyria Naturprodukte GmbH berechnet?

Für die Berechnung des Fußabdrucks unseres Unternehmens haben wir die externe Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft Fokus Zukunft beauftragt. Die Emissionsbilanz wurde unter der Anwendung der offiziellen Richtlinie des Greenhouse Gas Protocols berechnet.

Was tut Estyria, um übrig gebliebene Emissionen zu vermindern?

Uns ist es wichtig, die Entstehung von Treibhausgasen schon vorbeugend zu verhindern. Dies schaffen wir mit unserem Energiewendeprojekt, welches CO2-Emissionen in Scope 1 und 2 verringert, z. B. durch kaskadierte Wärmepumpen, PV-Anlagen und 100 % Ökostrom. Dies wird auch durch unser Commitment bei SBTi* (near-term target für Scope 1 und 2) unterstrichen. Restemissionen werden durch den Zukauf von zertifizierten Klimaschutzzertifikaten, außerhalb unserer Wertschöpfungskette, bewusst und freiwillig vermindert.

Was ist ein CO2-Fußabruck bzw. ein Carbon Footprint?

Der CO2-Fußabdruck ist das Maß für die Menge an Treibhausgasen (gemessen in CO2-Äquivalenten), die direkt und indirekt, durch eine Aktivität eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produkts entsteht. Er bezieht die entstehenden Emissionen von Rohstoffen, Produktion, Transport, Handel, Nutzung, Recycling und Entsorgung ein. Der Grundgedanke des CO2-Fußabdrucks bzw. Carbon Footprints ist es demnach, eine Grundlage zu schaffen, auf der Einflüsse auf das Klima gemessen, bewertet und verglichen werden können. Dadurch können notwendige Minderungspotentiale erkannt, Maßnahmen erarbeitet und deren Wirksamkeit bewertet werden. Als Corporate-Carbon-Footprint wird der CO2-Fußabdruck eines Unternehmens bezeichnet und als Product-Carbon-Footprint wird der CO2-Fußabdruck eines Produkts bezeichnet.

Warum hat sich Estyria bei Science Based Targets initiative (SBTi)* committet und was bedeutet dies?

Die SBTi ist eine internationale Klimaschutz Initiative, die Unternehmen dabei unterstützt, Emissionsziele festzulegen, die wissenschaftlich mit dem 1,5 °C Pfad des Pariser Abkommens vereinbar sind. Sie bietet klare Standards, Methoden und einen Validierungsprozess, damit Firmen ihre Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scopes 1–3) transparent und überprüfbar reduzieren können. Unternehmen verpflichten sich zunächst zur Zielsetzung, bilanzieren ihre Emissionen nach dem Greenhouse Gas Protocol und entwickeln anschließend kurz- und langfristige Reduktionsziele, die von der SBTi geprüft und offiziell bestätigt werden. Die Initiative hat sich zu einem globalen Standard entwickelt.

Wie werden die erhobenen Verbrauchsdaten in Treibhausgasemissionen umgerechnet?

Die Umrechnung der erhobenen Verbrauchsdaten (wie z.B. Stromverbrauch oder Kraftstoffverbrauch) erfolgt mittels Emissionsfaktoren, welche die Emissionen je Einheit (z. B. je Kilowattstunde Strom oder Liter Benzin) angeben. Die Emissionsfaktoren stammen hauptsächlich vom DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs), aber auch aus der GEMIS Datenbank (Globales Emissions-Modell integrierter Systeme, IINAS) sowie aus der Datenbank Ecoinvent und werden regelmäßig aktualisiert.

Was bedeutet Klimaneutralität?

Nach dem Prinzip des im Kyoto Protokoll beschriebenen „Clean Development Mechanism“, sollen Treibhausgase, die an einem Ort der Erde entstehen und nicht vermieden werden können, durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort eingespart werden. Um diese zu finanzieren, kaufen Unternehmen Zertifikate entsprechender Klimaschutzprojekte aus den sechs verfügbare Projektsektoren (Biomasse, Kochöfen, Solarenergie, Waldschutz, Wasserkraft und Windenergie). Jedes Zertifikat steht für 1 Tonne CO2, die durch das jeweilige Projekt eingespart wird. Weltweit gibt es zahlreiche Klimaschutzprojekte, die meisten davon unterstützen erneuerbare Energieprojekte. Die Initiatoren dieser Projekte erhalten für ihr Engagement Emissionsgutschriften, die in Form von Klimaschutzzertifikaten gehandelt werden können. Die Höhe bemisst sich beispielsweise durch den Vergleich mit den Emissionen, die durch den Bau eines Kohlekraftwerkes entstanden wären.

Was passiert mit den CO2-Zertifikaten, nachdem sie gekauft wurden?

Die erworbene Anzahl an CO2-Zertifikaten wurden stillgelegt. Dies ist insofern bedeutend, da diese Stilllegung Voraussetzung für die Gestaltung und Vermarktung CO2-neutraler Unternehmen und/oder Produkte ist. Ohne Stilllegung könnte ein CO2-Zertifikat im freiwilligen Markt ggf. weiter gehandelt werden, wodurch keine zusätzliche Emissionsreduktion erreicht würde.

Was bedeutet ein Ausgleich außerhalb der Wertschöpfungskette der Estyria?

Treibhausgase, die an einem Ort der Erde entstehen und nicht vermieden werden können, sollen durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort eingespart werden. Um diese zu finanzieren, kaufen Unternehmen Zertifikate entsprechender Klimaschutzprojekte aus den sechs verfügbare Projektsektoren (Biomasse, Kochöfen, Solarenergie, Waldschutz, Wasserkraft und Windenergie). Jedes Zertifikat steht für 1 Tonne CO2, die durch das jeweilige Projekt eingespart wird. Weltweit gibt es zahlreiche Klimaschutzprojekte, die meisten davon unterstützen erneuerbare Energieprojekte. Die Initiatoren dieser Projekte erhalten für ihr Engagement Emissionsgutschriften, die in Form von Klimaschutzzertifikaten gehandelt werden können. Die Höhe bemisst sich beispielsweise durch den Vergleich mit den Emissionen, die durch den Bau eines Kohlekraftwerkes entstanden wären.

Welche Projekte werden durch die gekauften Zertifikate von uns gefördert?

Wir fördern in Zusammenarbeit mit Fokus Zukunft Projekte in Sachen Windkraft in Indien und in der Mongolei. Genauere Projektbeschreibungen finden Sie in unserem Beitrag über zertifizierte Klimaschutzprojekte der Estyria.

Welche Qualitätskriterien erfüllen die Klimaschutzprojekte?

Die von uns gekauften Klimaschutzprojekte werden jeweils nach einem der drei international anerkannten Zertifizierungsstandards – VCS (Verified Carbon Standard), UN CER (Certified Emission Reduction der Vereinten Nationen) oder der von WWF entwickelte Gold Standard - akkreditiert, freigegeben und kontrolliert. Die Validierung der Projektergebnisse, in Bezug auf die erzielten CO2-Einsparungen, wird durch unabhängige Prüfinstanzen, wie beispielsweise dem TÜV, bescheinigt.

Warum werden internationale Projekte unterstützt?
Der Klimawandel ist global, es spielt also keine Rolle wo CO2-Emissionen ausgestoßen oder eingespart werden, am Ende ist die Summe der Treibhausgase entscheidend. Im völkerrechtlich verbindlichen Kyoto-Protokoll wurde festgelegt, dass Klimaschutzprojekte, die Treibhausgasemissionen vermeiden oder speichern, dort stattfinden sollen, wo sie am wirkungsvollsten sind. Dementsprechend gibt es viele Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern, da dort das Potential der Einsparungen durch neue Technologien noch sehr hoch ist. Zudem sind dort häufig die Bedingungen für erneuerbare Energieanlagen (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse) deutlich vorteilhafter als in europäischen Industriestaaten. Wo es außerdem kaum freigegebene, zertifizierte Kompensationsprojekte gibt.

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